Dienstag, 29. November 2016

Rezension: Bis ans Ende der Geschichte


Selten hat mich ein Buch auf so unterschiedliche Weise bewegt, wie "Bis ans Ende der Geschichte" von Jodi Picoult.


Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 25jährige Bäckerin Sage Singer und der pensionierte Josef Weber. Trotz des großen Altersunterschied freunden sich die beiden an - allerdings wird diese Freundschaft auf eine harte Probe gestellt, als Josef Sage bittet ihr beim Sterben zu helfen. Der Grund für diesen Wunsch ist begründet in seiner Vergangenheit, in der er in der NS-Zeit eine unrühmliche Rolle spielte. Der ehemalige NS-Offizier bittet eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln stellvertretend für die von ihm getöteten Juden um Vergebung. Der Leser wird mitgenommen auf eine aufwühlende Reise in das dunkelste Kapitel unserer Geschichte - dabei wechseln sich verschiedene Erzähler ab. Ich habe bereits viele Bücher aus dieser Zeit gelesen, aber keines hat mich bisher so berührt, mir beim Lesen die Kehle zugeschnürt und mir Tränen in die Augen getrieben. Die Geschichte geht definitiv unter die Haut. Es ist so erschreckend real geschrieben - hier zeigt sich, dass die Autorin zahlreiche Zeitzeugen für dieses Buch befragt hat und intensiv recherchiert hat. 

Es wechseln sich nicht nur die Erzähler ab, sondern auch die zeitliche Perspektiven - neben der Vergangenheit wird der Leser mit hineingenommen in das Leben von Sage, das sich zu Beginn hauptsächlich in der Backstube und nachts abspielt und sich im Laufe der Geschichte ändert - die introvertierte Sage fängt an sich anderen Menschen zu öffnen und das Leben am Tag zu entdecken.

Ein Buch, welches von Anfang bis zur letzten Seite zu fesseln weiß, ich kann es uneingeschränkt empfehlen. (Und vielleicht täte es dem einen oder anderen Geschichtsverdreher/ Wutbürger gut dieses Buch zu lesen.)


Alles Wichtige im Überblick
Autorin: Jodi Picoult
Titel: Bis ans Ende der Geschichte
Verlag: Penguin
Seiten: 576 Seiten
ISBN: 978-3328100515

In eigener Sache
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist davon nicht beeinflusst.

In meinen Buchvorstellungen fehlt die Verlinkung zum Bücherriesen - ich denke, ihr seid selbst in der Lage den Weg dahin zu finden - mir wäre es lieber, wenn ihr bei Interesse das Buch bei eurem Buchhändler vor Ort erwerbt ;).

Montag, 28. November 2016

Wochenglück 47/ 2016



Was hat dich diese Woche glücklich gemacht?

Diese Frage stellt Fräulein Ordnung am Samstag und lädt zum gemeinsamen Rückblick auf die vorhergehende Woche ein. 
Das Leben 1.0 tobt, diese Woche hat uns ein Magen-Darm-Infekt aus dem Rennen gekickt. Ich habe einige Rezis in der Timeline, bei denen nur minimal noch etwas getan werden muss, aber das bleibt im Moment etwas auf der Strecke, von Nähsachen ganz zu schweigen. Trotzdem üben wir uns in adventlicher Gemütlichkeit :).

Nun denn - auf gehts :).

Wir müssen bald Abschied von unserer Kinderärztin nehmen und haben daher ein kleines Geschenk gebastelt - eine EXAKTE (;) ) Nachbildung des Behandlungszimmers.

Ich bin innerlich sehr beruhigt, wenn ich diese Sachen vom 1. Advent erledigt habe.

Der Plan - zwei Tage Urlaub mit dem großen Lieblingskind, um das Haus zu schmücken, zu basteln und zwei Arzttermine zu erledigen - das hat das kleine Lieblingskind gerochen und kam am Mittwoch mit einem Magen-Darm-Infekt um die Ecke ;). Also wurde weniger geschmückt, noch weniger gebastelt, aber wenigstens die Arzttermine haben wir hinbekommen.

An meinem zweiten Urlaubstag hat es mich dann erwischt, sodass ich leider nicht mit zur Firmenweihnachtsfeier konnte. Dabei hatte ich mich so auf ein saftiges Steak gefreut.

Im Geschenkeschrank fand sich noch ein Mini-L*ego ...

... und Dup*lo-Set - inzwischen entdeckt das kleine Lieblingskind Duplo und spielt damit anstatt es ausschließlich durch das Wohnzimmer zu werfen.

Kurzer Abstecher in die leere Bücherei 

Besuch beim Zahnarzt, eigentlich hatten beide Kinder einen Termin, aber das kleine Lieblingskind habe ich lieber Zuhause gelassen. Dieses Buch werde ich wohl immer mit der Geburt vom kleinen Lieblingskind verbinden - als ich im April 2015 mit dem großen Lieblingskind zum Zahn-Check war, fand er das Buch so toll, dass er es sich ausleihen durfte. Unsere Zahnärztin ist zugleich unsere Nachbarin und so haben wir ihr das Buch nach der Geburt vom kleinen Lieblingskind zusammen mit der Nachricht "Der neue Nachbar ist eingezogen." in den Briefkasten gesteckt.

Wir lichteln.

Fast wie Weihnachten - mein Cousin hat sich von seinem gesamten Duplo getrennt und ich hatte mir für die Jungs ein paar Autos ausgesucht. Die Freude war groß, solange nicht beide mit den gleichen Sachen spielen wollten ;).

Die Adventskalender sind rechtzeitig angekommen - neben den Großeltern bekam der Beste einen mit gesammelten Glücksmomenten von diesem Jahr.

Ich haben mit dem großen Lieblingskind einen Adventskranz aus Salzteig gemacht - allerdings ist er a) ewig nicht trocken geworden und b) dann auch noch kaputt gegangen - also musste schnell Ersatz her - der hier ist nun kindersicher, nadelt nicht und kann immer umgestaltet werden :). (Das große Lieblingskind war damit erst einmal nicht so glücklich, da er sich an die Regel "Kein Spielzeug auf dem Eßtisch." halten muss.)

Der mit den Schafen spricht. Als ich die Kamera zückte, sagte er leise zu dem Schaf (seines Zeichens das Lieblingsschaf mit dem Namen "Mohrle"): "Lächeln! Du musst jetzt lächeln!"

(Liebesbekundung deluxe: "Ich liebe dich mehr als Mohrle.")

Der tolle Adventsstern aus Spitzenpapier verdeckt die Arbeiten am Vogelwinterparadies.

Die Krippe steht wieder - allerdings wird es ein hartes Jahr für die Truppe - das kleine Lieblingskind ist noch etwas forsch im Umgang mit den Sachen - die Palmen sind bereits beim Kleben. Aber auch die Feuerwehr hatte bereits einen Einsatz.

Da wollte einer Wunschzettel basteln. Dann wurde ihm schlecht. Ohne Happy End.
 
(Mein Loblied auf große Kinder, die gesittet in die Schüssel brechen, erspare ich euch an dieser Stelle.)

Ich habe heimlich, still und leise den Großteil der Bücher aus dem Wohnzimmer verbannt und durch Weihnachtsbücher ersetzt, außerdem sind alle nicht-weihnachtlichen CDs weggeräumt - ich bin gespannt, wie lange ich das durchhalte :).

Besuch bei der Krippe

1. Advent bedeutet Weihnachtsmarkt an zwei Stellen bei uns im Dorf, den Einsatz von mir und dem Besten an mehreren Stellen, Einsatz vom großen Lieblingskind beim Kinderprogramm und die Organisation der Jungs in den Zeiten, in denen der Beste und ich unabkömmlich sind. Dieses Jahr kam die Planung durcheinander, aber dank meiner Schwiegermutti war das kleine Lieblingskind gut versorgt. Und das große Lieblingskind hat eine halbe Stunde mit fleißig beim Adventsbasar geholfen das Geld in die Kasse zu tun und Sachen an den Mann zu bringen.

Dieses Jahr haben wir den "Streß" (ist es ja eigentlich nicht) noch getoppt, in dem wir uns zum Mittagessen viele liebe Menschen eingeladen haben. Eigentlich haben wir aber nur den Platz zur Verfügung gestellt, meine Oma hat alles Essen mitgebracht und alle Mann verköstigt. War sehr lecker und sehr schön - das sollte man öfters machen.

Das kleine Lieblingskind hat das tolle Tiere Buch entdeckt.
Nun hoffen wir auf eine relativ normale Woche, wo einfach alles so bleibt wie geplant :).
Die anderen Wochenglücksmomentesammler findet ihr bei Denise.

Montag, 21. November 2016

Wochenglück 46/ 2016



Was hat dich diese Woche glücklich gemacht?

Diese Frage stellt Fräulein Ordnung am Samstag und lädt zum gemeinsamen Rückblick auf die vorhergehende Woche ein. 

"Hier kommt ein Päckchen für dich, Mama - mit Tassen, deiner Lieblingsschokolade und Duschbad." Das große Lieblingskind weiß, worüber ich mich freuen würde.

Dieser Moment, wenn die Einkäufe nicht in den Einkaufswagen passen. Ihr kennt das.

Anatomieschulung

Das kleine Lieblingskind schläft grad grottig, da hilft eigentlich nur viel Kaffee.

 Wirbelkind

Große Nachbarskinder sind toll - die helfen auch dem Kleinsten auf dem Spielplatz.

Einer malt, einer holt alle Filzstifte raus, macht den Deckel ab und wirft dann Stift und Deckel wieder in die Stiftebox.

Glück ist ein Geschwisterchen

Schwimmkurslektüre (in der Theorie, in der Praxis habe ich nur das große Lieblingskind beobachtet und mitgefiebert.)

Auf dem Weg zum Seepferdchen

1. Weihnachtsbasteleien

Sonntagslauf - die Nächte mit dem kleinen Lieblingskind und meine Angeschlagenheit fordern ihren Tribut.

 Nach fast 20 Jahren in diesem Ort habe ich tatsächlich eine neue Straße entdeckt, die es aber anscheinend schon immer gab. Dafür liebe ich das Laufen.

Sonntags im Tierpark - Grabenspringen auf dem Parkplatz.



Die anderen Wochenglücksmomentesammler findet ihr bei Denise.

Donnerstag, 17. November 2016

Rezension: Ein Mord macht noch keinen Sommer


Groß war meine Freude, als ich kurz nach Erscheinen das neue Buch von Martha Grimes als Rezensionsexemplar zugeschicktbekam. Gehören ihre Krimis um Inspektor Jury und seinen hy­po­chon­d­rischen Kollegen Wiggens mit zu den Krimis, die ich immer wieder und sehr gerne in die Hand nehme.



In "Ein Mord macht noch keinen Sommer" verläßt Martha Grimes ihr gewohntes Umfeld um Jury und Co. und siedelt die Handlung nicht nur in den USA an, sondern auch in den Gefielden der Verlagswelt - die Autorin Cindy Sella muss sich mit ihrem ehemaligen Agenten L. Bass Hess auseinandersetzen, der eine Provision für eine Leistung einklagt, die ihm nicht zusteht, weil er zu diesem Zeitpunkt bereits entlassen war. Irgendwie gerät Cindy Sella an zwei Auftragskiller der anderen Art, die ihr bei dem Problem L. Bass Hess behilflos sein wollen. Soweit sogut. Oder eben auch nicht. Denn diesem Buch fehlt die Tiefe, die Charaktere sind verworren und nicht so klar gezeichnet, wie man das von den anderen Grimes-Bücher kennt. Die Handlung ist skurill und leider in keinster Weise fesselnd, weswegen ich es nicht geschafft habe, das Buch zu Ende zu lesen. Es ist wirklich schade, aber ich bleibe dann doch lieber bei den Jury-Krimis.

Alles Wichtige im Überblick
Autorin: Martha Grimes
Titel: Ein Mord macht noch keinen Sommer
Verlag: Goldmann
Seiten: 480 Seiten
ISBN:978-3442484546

In eigener Sache
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist davon nicht beeinflusst.

In meinen Buchvorstellungen fehlt die Verlinkung zum Bücherriesen - ich denke, ihr seid selbst in der Lage den Weg dahin zu finden - mir wäre es lieber, wenn ihr bei Interesse das Buch bei eurem Buchhändler vor Ort erwerbt ;).

Dienstag, 15. November 2016

Creadienstag: Wie aus einem Mützenstoff eine Pixiehülle wurde

Das große Lieblingskind war letzten Monat auf einen Kindergeburtstag vom zukünftigen Nachbarskind eingeladen. Mir war ziemlich schnell klar, dass ich neben den gewünschten Ü-Eiern dem Geburtstagskind noch eine Mütze für den Herbst nähen wollte. Da der kleine Mann sehr begeistert ist von Polizei, Feuerwehr, Müllabfuhr und allen anderen Fahrzeugen habe ich mich auf die Suche nach einem Stoff begeben, der genau dieses Interessengebiet abdeckt. In einem meiner liebsten DaWa*nda-Shops bin ich auch fündig geworden, allerdings stellte sich nach dem Auspacken heraus, dass ich tunnelblickartig nach dem Motiv geschaut hatte und nicht danach, ob der Stoff auch Jersey ist. Also musste ein Plan B her - schon lange hatte ich keine Pixie-Hülle mehr genäht, hier bot es sich geradezu an.






Im Gegensatz zu den früheren Pixiehüllen habe ich die Verschlußart geändert - noch besser hätte mir ein breites Gummiband gefallen, aber das muss ich erstmal kaufen.


Innen habe ich ein Reststück von einem mitgebrachten Stoff vernäht.


Leider habe ich erst nach dem Verschenken bemerkt, dass die Fotos nicht so toll geworden sind, lag wahrscheinlich an der Uhrzeit des Fotografierens (5:50 Uhr kann ich anscheinend die Kamera noch nicht ruhig genug halten).


Ich habe auch schon eine Idee, was ich aus dem Reststück des tollen Stoffes nähe - mal sehen, wann ich euch das zeigen kann.

Verlinkt bei Creadienstag und Made4Boys

In eigener Sache
Links in meinen Posts dienen nicht der gewinnbringenden Werbung für mein Konto, sondern ich möchte Euch auf tolle Dinge, Menschen, Aktionen, etc. aufmerksam machen und den Weg dahin weisen - ich selber verdiene daran keinen Cent. Und das ist auch gut so.




Montag, 14. November 2016

Wochenglück 45/ 2016



Was hat dich diese Woche glücklich gemacht?

Diese Frage stellt Fräulein Ordnung am Samstag und lädt zum gemeinsamen Rückblick auf die vorhergehende Woche ein. 
Irgendwie ist es grad schwierig das Glück einzufangen.
Bieterglück - das Spiel habe ich bei meinem FSJ geliebt und nun endlich günstig ersteigern können - allerdings fehlt noch ein wichtiges Teil, damit man es richtig spielen kann. Dank Ersatzteilservice von Ravens*burger sollte das aber bald geklärt sein. 

Eigentlich kein Glücksmoment - beim Abholen aus dem Kiga habe ich das kleine Lieblingskind eine Sekunde aus dem Auge gelassen und in dieser ist er böse kopfüber gestürzt und hat auch gleich im Anschluß gebrochen, weswegen wir direkt nach dem Kiga zur Kinderärztin gefahren sind. Im Wartezimmer zeichnete sich schon ab, dass wir mit dem Schrecken davon gekommen sind - die Ärztin sprach vom "Katzenglück". Alles gut, keine weiteren Auffälligkeiten - dann doch ein Glücksmoment.

1 1/2jähriges Wirbelkind an Malstiften.
 
 Durch Zufall habe ich einen Bauernhof im Nachbardorf aufgetan, der alle 2 Wochen selber Käse macht und der auch eine Milchzapfstation hat - beides Käse und Milch haben wir diese Woche getestet und werden dort nun regelmäßig bestellen.

 Das kleine Lieblingskind an Laterne. Wir waren nur zu zweit mit beim Martinsumzug, da das große Lieblingskind mit dem Besten beim Schwimmkurs war.
Unseren Samstag könnt ihr euch hier anschauen.
Sonntag waren wir zwar unterwegs, aber ohne Bilder gemacht zu haben. Und laufen konnte ich außer Montag die ganze Woche nicht, da ich eine komische Halssache auskuriere. Das geht langsam an die Nerven. Also das nicht laufen-können. Und der Hals auch. Irgendwie.  
Die anderen Wochenglücksmomentesammler findet ihr bei Denise.
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