Montag, 29. Juni 2009

Planvoll

Seit geraumer Zeit habe ich einen Trainingsplan bei mir auf dem Schreibtisch liegen, den ich nun einmal in Angriff genommen habe. Offiziell heißt er "10km unter 50 Minuten", aber für mich lautet das Ziel "10km unter 60 Minuten".

Gleich als erstes stand Intervalltraining auf dem Programm. Das gab natürlich dem Schweinehund Rufus Anlass darauf aufmerksam zu machen, dass ich erst am Samstag anstrengende 11km gelaufen bin und dass es sicher besser wäre, das Training vom Mittwoch vorzuziehen. Dachte er. Typische Schweinehundgedanken eben. Aber ich wusste, wenn ich mich darauf einlasse, würde er schon beim heutigen Lauf sich Ausreden für Mittwoch einfallen lassen. Also stellte ich den FR ein und dann ging es auch schon los. Rufus blieb zuhause und bewachte die Vögel auf unserem Balkon. Muss jeder tun, wozu er sich berufen fühlt.

Beim Warmlaufen hatte ich das Gefühl, als hätte ich an beiden Oberschenkeln Gewichtsmanschetten von je 5 Kilo; die Beine gingen kaum zu heben. Na, das konnte ein Spaß werden. Habe dennoch am "bringen-wir-die-Intervalle-schnell-hinter-uns"-Plan festgehalten. Dieser sah wie folgt aus:

10 min einlaufen
(dehnen und in die Büsche)
5 x 5 min schnell
dazwischen 3 min traben
10 min auslaufen

Man glaubt gar nicht, wie lang 5 Minuten sein können. Habe mich tapfer durch alle 5 "schnellen" Runden gekämpft und nach insgesamt 54:xx Minuten war ich wieder an meinem Ausgangspunkt angekommen.

Rundenzeiten:
1. 867m in Pace (min/km)5:46
2. 850m in 5:53
3. 842m in 5:56
4. 828m in 6:02
5. 837m in 5:59

Nun sitze ich mit franzbranntweingegelten Beinen wieder am Schreibtisch und werde nach dem Mittagessen (brutzelt noch vor sich hin) weiter fleißig sein.

Samstag, 27. Juni 2009

Sachsenlauf 2009

Heute Vormittag starteten wir Richtung Coswig, haben unterwegs die Lieblingsfreundin vom Volleyball-Vereinsfest abgeholt und dann ging es erstmal erstaunlich langsam weiter. Grund dafür waren mehrere Baustellenampeln und daraus resultierende längere Wartephasen. Ich wurde zunehmend nervöser, da ich eine kleine Liste im Kopf hatte, was ich vor dem Lauf noch dringend tun wollte (auf Toilette gehen, Unterlagen holen, aufwärmen, FR einstellen …). Zum Glück fanden wir direkt an der Schule einen Parkplatz und konnten somit alle Dinge völlig entspannt erledigen.

Da ich die Lieblingsfreudin überredet hatte, mitzulaufen und sie dafür auf Volleyball spielen verzichtete, entschied ich mich relativ zeitig, jegliche Zeitambitionen Zeitambitionen sein zu lassen und den Lauf mit ihr gemeinsam zu bestreiten.


Als erstes ging es 2000m bergauf, danach folgte eine hügelige Waldrunde. Aufgrund des schlechten Wetters in den letzten Tagen war es teilweise richtig schlammig und riesige Pfützen versperrten den Weg. Irgendwann fand ich es zu anstrengend mir einen Weg drumherum zu suchen und so bin ich dann immer direkt durch die Mitte (das war toll!).



Dieses Jahr gab es drei Verpflegungspunkte, die wir außer den letzten auch zum Trinken nutzten (letztes Jahr war es, glaube ich, nur einer). Auch das Ganze drumherum auf der Strecke war super organisiert, es gab ausreichend Streckenposten und auch im Wald gut sichtbare Markierungen.

Die letzten 500m gab es dann zahlreiche Zuschauer, die uns mit Applaus oder Krachmachern anfeuerten. 200m setzten wir noch einmal zu einem Schlussspurt an, auch angeheizt durch unsere Männer, die ihre Läufe schon erfolgreich absolviert hatten.

Die Laufzeit bewegt sich bei 1:18:XX, ist aber an dieser Stelle für mich nicht von Interesse. Der Lauf fühlte sich gut an und mir reicht es zu merken, dass ich schneller gekonnt hätte.

Für die Lieblingsfreundin war es das 1. Mal, dass sie an einem solchen Lauf teilgenommen hat und dafür hat sie sich prächtig geschlagen: sie ist alle Berge mitgelaufen und zwar ohne zu jammern oder zu fluchen. Sie wollte nicht einmal gehen, als sie Seitenstechen hatte. Wenn ich da an mich im letzten Jahr denke, kann ich nur meinen Hut vor dieser Leistung ziehen.




Freitag, 26. Juni 2009

Vor dem Sachsenlauf

Morgen findet in Coswig der 30. Sachsenlauf statt, an dem wir über die Distanz von 11,2km teilnehmen. Wie im letzten Jahr laufen wir als Spendenläufer für den CVJM Coswig (an dieser Stelle schon einmal ein großes Dankeschön an unsere Sponsoren, die uns finanziell unterstützen).

Als Ziel habe ich mir gesetzt, dass ich die Zeit vom letzten Jahr verbessere, das dürfte nicht das Problem werden, denke ich. Die Strecke ist ziemlich anstrengend, zumindest für Flachlandläufer, die ersten 2000 Meter geht es bergauf und dann auch nicht gerade eben weiter. Letztes Jahr hatte ich ziemliche Probleme mit der Strecke, wie man an dem Bericht sehen kann:
"Heute war mein 1. Lauf im Rahmen des Sachsenlaufes in Coswig.
Als Strecke hatte ich mir 11,2km ausgesucht. Ein tollkühner Entschluss, da ich erst seit April wirklich regelmäßig und ernsthaft laufe und in meiner Form noch relativ instabil bin - den einen Tag laufe ich locker eine 10km Runde und beim nächsten Mal habe ich dann tierische Problem überhaupt die "Grundrunde" von 6km zu schaffen. Von daher war ich ziemlich aufgeregt, wie meine Form heute sein würde und ob mich eine "fremde" Strecke und das ganze Drumherum um den Lauf eventuell aus dem Tritt bringen könnte.

Geschafft habe ich die 11,2km, allerdings mit ziemlichen Problemen. Ich laufe normalerweise in einem flachen Gebiet und dort ging es von Anfang an bergauf und bergab. Es fiel mir bis zum Kilometer 8 sehr schwer mich auf meine Atmung zu konzentrieren und musste zwischenzeitlich Gehpausen einlegen, um mein Puls wieder etwas nach unten zu bekommen ...

Ein weiteres Problem war die Wärme, obwohl der Großteil der Strecke durch den schattigen Wald ging. Wir sind für eine gute Sache gelaufen und hatten daher ein Baumwoll-Shirt der Sponsoren an. Um Wärmestau zu verhindern, hatten wir darunter noch ein Funktionsshirt - hätten wir logisch nachgedacht, dann wäre uns der Denkfehler aufgefallen . Aber es hatte wenigstens die positive Wirkung, dass das Baumwollshirt nicht an uns klebte ...

Meine Laufzeit betrug 1:18 - zufrieden bin ich damit nicht wirklich, aber es gibt Antrieb diese zu verbessern.

Respekt gebührt Marko, der die gesamte Strecke mit mir zusammen gelaufen ist (und somit einen Platz weiter vorne in seiner Altersgruppe eingebüßt hat)."

Ich bin optimistisch, dass es morgen ein guter Lauf wird und ich nicht wie im letzten Jahr danach eine Woche lang Muskelkater und allgemeine Schlappheit verspüre.

Dienstag, 23. Juni 2009

Lauf gegen die frühere Form

Heute morgen habe ich die Sommermüdigkeit ein Schnippchen geschlagen und bin kurz vor um 8 zu einem Lauf gestartet.

Gestartet bin ich mit dem Ziel eine ältere Zeit von mir auf der gleichen Strecke wieder zu erreichen bzw. im Idealfall zu toppen. Aber bereits nach auf dem 1. Drittel merkte ich, dass der Lauf nicht so einfach werden würde. Schmerzen hatte ich keine, aber ziemlich schwere Bein, was sicherlich am intensiven Trampolin springen der letzten Tage gelegen hat. Am Ende hatte das "Männel" auf dem FR 150m Vorsprung.

Strecke: 8,34km
Zeit: 00:57:49

Sonntag, 21. Juni 2009

Einweihung FR 305

Heute morgen wollte ich eigentlich zu einer Runde an die Elbe starten, habe mich dann aber doch anders entschieden und die frühe Morgenstunde zum Laufen der Campusrunde genutzt.

Gestern nachmittag konnte ich die neue Laufuhr aus der Packstation befreien und war nun heute voller Vorfreude diese auszuprobieren. Hach ja, eine schöne Spielerei habe ich mir da gegönnt. Jetzt gibts endlich Bilder von den Runden und feine Diagramme ;).




Strecke: 8,05km
Zeit: 00:57:22
Pace: 7:07

Donnerstag, 18. Juni 2009

Sonnenschein und Edgar Wallace

Der Beste ist heute zu einer Dienstreise nach Berlin aufgebrochen und eigentlich wollte ich gleich die frühe Stunde (Wecker zeigte 5:50) nutzen, um laufen zu gehen. Zur Vorbereitung auf den Sachsenlauf wäre die Campusrunde perfekt gewesen. Aber wieder musste ich der Müdigkeit Tribut zollen und bin erst gegen halb 8 aufgestanden. Da es für die Campusrunde zu spät war, habe ich mich wieder für die Dienstag-Variante entschieden: erst am Schreibtisch fleißig sein und dann gegen 10 die Laufschuhe schnüren.

Das tat ich dann auch, allerdings kürzte ich die geplante Runde ab, da die Luft sehr drückend war und mich nicht wirklich wohl fühlte. Schmerzen hatte ich keine, wieder gab es nach 10 Minuten eine Dehn- und Gebüsch-husch-Pause, das scheint für die Freunde Schienbeine und Waden das Beste zu sein.

Strecke: 6,3 km
Zeit: 00:41:58

Auf die Ohren gab es "Der Joker" von Edgar Wallace. Dieses Hörspiel sollte man/ frau definitiv nicht hören, wenn man alleine in der Dämmerung/ Dunkelheit unterwegs ist ;).

Dienstag, 16. Juni 2009

Teilweiser Schweinehundsieg

Heute scheiterte der Plan zeitig aufzustehen (irgendwie könnte ich im Moment nur schlafen und werde dennoch den ganzen Tag nicht richtig munter). Also erstmal ein bissel was am Schreibtisch gemacht, ausreichend getrunken und dann ging es kurz vor um 10 los.
Um dem Laufen wieder mehr Reiz zu geben, hatte ich mir eine neue Runde im Großen Garten ausgesucht. Dieser führte mich kreuz & quer durch den Park, berührte zwar die alte Runde an manchen Stellen, aber ich kam nicht in Versuchung wieder in die alten Verhaltensmuster zu fallen und spontan abzukürzen.
Nach ca. 10 Minuten habe ich mich gedehnt und musste in die Büsche (wo voll viele Schnecken waren … iiieehhh), danach ging es im gemächlichen Tempo und vor allem ohne Beschwerden weiter.

Strecke: 10 km
Zeit: 01:12:44
Pace: 7:16

Montag, 15. Juni 2009

KW 24

Diese Woche ist schnell zusammengefasst, denn lauftechnisch ist in diesen sieben Tagen nichts passiert. Am 10.06. hatte ich meine Germanistik-Prüfung und eigentlich wollte ich danach ausgiebig laufen gehen. Mmh, aber irgendwie hatte der Schweinehund immer bessere Ausreden als ich, und die Tagen waren ausgefüllt mit dem Erledigen von liegen gebliebenen Dingen der letzten Wochen.

Bevor der Schweinehund Rufus aber zum Schweinehund des Monats Juni gekürt wird, habe ich ihm den Kampf angesagt, schließlich rückt der Sachsenlauf immer näher.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Ein fast normaler Mittwoch

Yippie ya yay !!!

Ich hatte heute die mündliche Germanistik-Prüfung und habe diese auch erfolgreich hinter mich gebracht. Die schriftliche habe ich nach Aussage meines Profs auch "mit Hängen und Würgen" gemeistert. Achja, das Leben ist schön. Oder anders :D.

Nun ist diese Woche Lernpause angesagt und dann geht es nächste Woche mit Philosophie weiter.

Sonntag, 7. Juni 2009

Wochenrückblick

Da mir nach den letzten Läufen die Muse zum Schreiben fehlte, kommt an dieser Stelle ein kleiner Rückblick – ich hoffe, ich kann mich mithilfe meines „analogen“ Laufkalenders wieder an die Stimmungen und Höhepunkte erinnern.

Am Mittwoch, 03.06.2009, bin ich gg. um 10 gestartet – es war über Nacht ziemlich frisch geworden und der Wind blies auch kräftig, sodass das Rausgehen schon einige Überwindung kostete. Aber da erstmal angekommen lief es eigentlich ganz gut, nach ca. einem km habe ich die bewährten Dehnübungen gemacht und danach ging es schmerzfrei weiter. Hab immer mal kleine Tempospitzen eingebaut, in dem ich versucht habe, die Knie höher zu bekommen oder ich habe mich am mp3-Player orientiert und bin im Wechsel ein Lied schneller und ein Lied langsamer gelaufen.
Das mit die Knien ist so eine Sache – irgendwie komme ich mir komisch (eher albern) vor, wenn ich sie bewusst höher nehme – weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll – ich habe dann das Gefühl, dass meine Knie dem Körper voraus sind …
Trotz des positiven Laufes habe ich die Runde abgekürzt, da ich ziemlichen Hunger verspürte und es mir kräftemäßig nicht zutraute, weiterhin in dem „hohen“ Tempo zu laufen.

Strecke: 7 km
Zeit: 00:43:24

Dieses Nicht-Zutrauen sollte auch beim nächsten Lauf am Freitag, 05.06.2009, ein großes Problem werden.
Eigentlich hatte ich es Bahntraining geplant, aber ich stand 6:30 vor dem verschlossenen Tor der Anlage, muss jetzt erst einmal herausbekommen, wann die Bahn geöffnet wird.
Also bin ich wieder Richtung Großer Garten gelaufen und wollte dort die „normale“ Runde absolvieren. Körperlich ging auch alles ganz gut, aber mental saß einer in meinem Ohr, der mir permanent sagte, dass ich es kräftemäßig nicht schaffe und daher wieder an der gleichen Stelle, wie beim letzten Mal umkehren sollte. Ich kam nicht dagegen an, sodass ich wirklich erneut abgekürzt habe.
Ich werde mir bei den nächsten Läufen Strecken ausserhalb des Großen Gartens suchen, um zu vermeiden, dass mich der mutierte Schweinehund Rufus an der Weggabelung immer wieder zum Abkürzen bewegen kann.

Strecke: 7km
Zeit: 00:42:12

Daher war als Sonntag-Runde auch ein 10er oder 12er an der Elbe geplant. Aber das Aufstehen fiel uns nicht ganz so leicht und so sind wir 7:50 von der Haustür zu einer Runde gestartet. Für uns Flachländer war es eine anstrengende Strecke, da es ein paar Anstiege zu meistern gab (schon einmal in Vorbereitung auf den Sachsenlauf Ende Juni). Der Campus schlief, die Ruhe tat gut, genauso wie die Anstrengung (macht das Sinn?). Nach 7,5 km in 00:50:16 waren wir dann auch wieder zuhause und haben uns mit einem leckeren Frühstück selbst belohnt.
Ich denke, dass ich mit dem Meiden des Großen Gartens auf dem richtigen Weg bin – heute habe ich endlich wieder Freude am Laufen gehabt und es genossen, dass der Rufus anscheinend zuhause geblieben ist und Tigerentenclub geschaut hat ;).

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